mm architekten - martin a. müller

Neukonzeption des Plenarsaalbereichs Niedersächsischer Landtag

Internationaler zwei-phasiger Wettbewerb, 2010
3. Preis
 
 

Durch den vorgeschlagenen Erweiterungsbau des bestehenden Leineschlosses wird ein neues Landtagsquartier geschaffen. Das derzeitig genutzte Gebäude aus den 60er Jahren weicht einem energieeffizienten Neubaukonzept, dass den Plenarsaal zur Stadt hin sichtbar positioniert, und sich über eine Rampe als einladende Geste für Besucher öffnet.

Der Portikus, der weiterhin als Haupteingang zum Landtag fungieren soll, wird ostseitig durch einen Neubau gefasst, womit die Größenverhältnisse des klassizistischen Flügels gespiegelt werden. Die Außenabmessung gibt die Flucht des Plenarsaals zur Karmarschstrasse vor.

Ein massiver Sockel verbindet das Leineschloss mit dem Neubau. Aus diesem „erwachsen“ neue Baukörper und flankieren den großflächig verglasten, transparenten Plenarsaal zweiseitig. Eine vorgestellte Arkade verbindet die Baukörper und markiert den Übergang von Innen nach Außen. Die Rampenbrücke als neue ergänzende Erschließung überspannt den vorgelagerten Platz und führt die Besucher unmittelbar am Plenarsaal vorbei zum Foyer.

Die gegenüber der Leinstraße um zwei Sitzstufen abgesenkte Platzfläche ist zur Leine geneigt und in den Sommermonaten von einem feinen aus der Leine gespeisten Wasserfilm überzogen. So wird zwischen den unterschiedlichen Niveaus vermittelt, der Blick auf Wasserkunst und Ufer gelenkt. Die Präsenz sowohl der Leine als auch des Niedersächsische Landtags im Stadtbild von Hannover wird deutlich gestärkt.

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